Waldviertler Erdäpfel
Zurück
Das nördliche Waldviertel, speziell die Kleinregion Lainsitztal rund um Weitra, ist ein Paradies für Kenner regionaler Köstlichkeiten. Hier wachsen als besonderes Geschenk der Natur die „Waldviertler Erdäpfel“. Von einem „Dickmacher“ oder gar nur einem gewöhnlichen „Arme Leute Essen“ kann keineswegs die Rede sein. Denn unter der unscheinbaren Schale steckt das ganze Können der Knolle - eine geballte Ladung an Vitaminen und Mineralstoffen, schmackhaft und kalorienarm verpackt. Das Vitamin C in der „Zitrone des Nordens“ kann sich mit dem des Apfels messen. Sie macht schlank, durch weniger Kalorien als in Brot oder Nudeln, und fit, durch mehr Kalium als in der Banane.
Die Wiege des Erdapfels stand hier bei uns, können die Menschen der Region Lainsitztal mit Fug und Recht behauten. Denn in Österreich ließ Kaiserin Maria Theresia die ersten Erdäpfel versuchsweise im Lainsitztal, im Ort Pyhrabruck nahe der Grenze zu Tschechien, im Freiland aussetzen. Eine kluge Entscheidung der Landesmutter, sie hätte wohl keinen besseren Platz finden können, denn hier gedeihen die Erdäpfel besonders gut und entwickeln im gesunden Klima und mineralstoffreichen Boden des Waldviertels ihren köstlichen, unverwechselbaren und einzigartigen Geschmack. Grund dafür ist, dass das Anbaugebiet in der Erpfiregion Lainsitztal in einer Höhenlage von 500 bis 900 Meter liegt, eine lange Vegetationszeit verlangt und damit den ganzen Geschmack des Bodens aufnehmen kann. Der Slogan „Waldviertler Erdäpfel – Geschmack finden am Ursprung“ wurde im Lainsitztal davon abgeleitet und steht heute für Bodenständigkeit sowie auch für moderne Lebensphilosophie.
Eine ganz starke Lobby des Waldviertler Erdapfels in der Region am Lainsitzursprung bemüht sich seit mehreren Jahren um Ursprünglichkeit, Vielfalt und Qualität. In der „Erpfiregion Lainsitztal“ werden von 18 Biobauern über 40 Sorten Erdäpfel angebaut. Neben den bekannten Sorten wie Ditta, Sieglinde, Kipfler und Hermes wird eine verlockende Vielfalt an ursprünglichen und kaum bekannten Sorten angeboten. Diese teilweise farbenprächtigen Erdäpfelsorten, wie zum Beispiel Roseval, Rote Emma, Blue Salad Potato, Shetland Black, Blaue Elise, Highland Burgundy red und Rosa Tannenzapfen (um nur einige zu nennen) sind nicht nur eine optisch ansprechende sondern auch eine geschmackliche Delikatesse. Was ist das für eine Bereicherung für Auge und Gaumen der Konsumentinnen und Konsumenten: rote Schale mit gelbem Fleisch, blaue Schale mit blauem Inneren oder gar schwarzviolette Schale mit gelb-lila geringeltem Fleisch… Farbe und Geschmack variieren in vielfältiger Weise. Bei den „Erpfi-Wirten“ werden diese in kulinarische Köstlichkeiten verwandelt und bei den „Erpfi-Herbergen“ werden sie mit Wohlfühl-Elementen verbunden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn so vielfältig wie die Erdäpfelsorten sind die Produkte, die aus Erdäpfeln hergestellt werden können, wie warme Erdäpfelpackungen, spezielle Erdäpfelcremes und Erdäpfelkuren. Ebenso kann vor Ort erlebt werden, wie Erdäpfel angebaut, geerntet und verarbeitet werden.
Der kulinarische Höhepunkt der Erpfiregion Lainsitztal ist jährlich der „Erdäpfel Herbst“, der heuer von 11. September bis 11. Oktober bei den 7 Erpfi-Wirten der Region stattfindet und bei der die Besucherinnen und Besucher mit köstlichen Gerichten rund um die Erdäpfel verwöhnt werden. Die Erpfi werden süß oder sauer, leicht oder deftig zu verführerischen Leckerbissen verarbeitet oder kunstvoll als „Lainsitztaler Erpfiroulade“ angeboten.
Diese Aktivitäten wurden bereits mehrfach geehrt und ausgezeichnet. Die Erpfiregion Lainsitztal ist Teil der Genussregion Waldviertel Erdäpfel und das Kuratorium Kulinarisches Erbe zeichnete die Erpfiregion Lainsitztal 2006 für die Erhaltung und Belebung traditioneller Produkte aus, weiters wurde die Region von der AMA – Agrar Markt Austria zum Produzenten des Jahres 2007 ernannt.
Die Erdäpfel aus dem Lainsitztal sind nicht nur bei den Ab-Hof-Kunden begehrt, sondern vor allem in den Haubenküchen von Wien, München und Tirol. Beliefert werden zum Beispiel das Bristol, das Imperial, das Grand Hotel oder das MAK in Wien. Unisono erklären Küchenchefs wie Rupert Schnait, Siegfried Kröpfl oder Helmut Östereicher deren Vorzüge so: „Gute Erdäpfel aus dem Lainsitztal sind für uns unverzichtbar geworden.“
Kurz zusammengefasst kann gesagt werden: „Lainsitztaler Erdäpfel stehen für Kultur, puren Genuss und Gesundheit!“
Information erhalten Sie unter
www.erpfi.at
oder im BETZ Großschönau, 3922 Großschönau 120, 02815/7003,
betz@gross.schoenau.at.
